erlebt & bewegt

In dieser Rubrik veröffentlichen wir regelmässig Beiträge aus der gleichnamigen Rubrik der Zeitschrift "factum" - mit freundlicher Genehmigung.

Thomas Lange

Der Fehlercode

 

Ich war mit dem Auto auf der A4 unterwegs. Plötzlich piepte es aus dem Armaturenbrett und zwei Lampen leuchteten auf. Ich erschrak zunächst, beruhigte mich dann jedoch wieder. Mein Schwiegervater hatte mir mal gesagt: «Wenn die aufleuchtenden Lampen rot sind, musst du anhalten und unverzüglich überprüfen lassen, was mit dem Auto nicht stimmt. Sind die Lampen hingegen orange, sind es zwar auch Warnlampen, aber sie zeigen keine unmittelbare Gefahr an, sondern weisen darauf hin, dass man bei nächster Gelegenheit die Werkstatt aufsuchen sollte.» Die Lämpchen, welche bei mir aufleuchteten, waren orange. So konnte ich meine Fahrt also zunächst fortsetzen. Zuhause angekommen, fuhr ich bald zur Werkstatt und liess den Fehlercode auslesen. Der Mechaniker sagte zu mir, dass es nichts Schlimmes sei und er die Warnmeldung im Auto nun löschen werde. Ich solle aber beobachten, ob die Lampen wieder aufleuchten und dann wieder in die Werkstatt zur genaueren Untersuchung kommen. Als ich nach Hause fuhr, dachte ich an uns Menschen. Wir haben auch alle einen Fehlercode. Er steckt in unserem Herz und unseren Genen. Wir sind schon so auf die Welt gekommen. Er lautet: S-Ü-N-D-E. Unser Gewissen ist die rote Lampe, die normalerweise aufleuchtet, wenn wir etwas tun, was nicht in Ordnung ist. Leider ignorieren wir dieses Warnlicht und machen einfach weiter, anstatt in die Werkstatt zu gehen. Die roten Lampen sind verblasst und oft leuchten sie nur noch orange. Das suggeriert uns: «Mach ruhig weiter so!» Die Heilige Schrift, die Bibel, ist das Diagnosegerät, welches den Fehlercode in unserem Innern erkennt und aufdeckt. In ihr steht geschrieben, dass jeder Mensch ein Sünder ist, weil er ohne seinen Schöpfergott lebt. Er ist ihm weder dankbar noch fragt er nach seinem Willen. Er ignoriert ihn einfach und lebt für sich selbst. Das ist Sünde. Es bedeutet, von unserem Schöpfer getrennt zu sein, aufgrund unseres Lebens, was ihn ausklammert. Und Sünde muss der lebendige Gott bestrafen. Seine Heiligkeit verbietet es, einfach darüber hinwegzusehen und sie unter den Teppich zu kehren. Allerdings gibt es die Möglichkeit, diesen «Fehlercode» zu löschen. Der lebendige Gott selbst vergibt jedem seine Sünden, der aufrichtig in Reue und Umkehr zu ihm kommt und ihm seine Schuld bekennt. Das Kreuz Jesu Christi ist der Ort, wo Vergebung, die Löschung des «Fehlercodes», geschieht. Denn am Kreuz hat Jesus für unsere Sünden gelitten und dafür bezahlt. Noch bevor wir geboren wurden, sah er unsere Erlösungsbedürftigkeit. Er kam auf die Erde, lebte als Mensch und gab sich für uns als Opfer hin. Er bezahlte für unsere Sünden. Und weil Gott sich die Sünden nicht zweimal bezahlen lässt, vergibt er jedem, der in Aufrichtigkeit zu ihm betet: «Lieber Vater im Himmel, ich danke dir von Herzen dafür, dass du Jesus Christus geschickt hast, damit er für meine Sünden am Kreuz stirbt. Ohne dich bin ich verloren und auf dem Weg zur Hölle. Bitte, vergib mir und nimm mich als dein Kind an. Rette mich bitte. Ich möchte ab jetzt nicht mehr für mich selbst leben, sondern bitte dich, dass du mein Leben in die Hand nimmst und führst. Amen.»

Hat ein Mensch diesen Schritt vollzogen, wird sein Fehlercode S-Ü-N-D-E für immer gelöscht. Er ist freigesprochen von der Strafe für die Sünde, der ewigen Verdammnis. Stattdessen erwartet ihn nach seinem Ableben auf dieser Erde die Schönheit bei Jesus Christus im Himmel.